Maklervertrag 2019-05-28T11:39:11+02:00

Maklervertrag

Beim Verkauf einer Immobilie über einen Immobilienmakler schließen Sie im Vorhinein einen privatrechtlichen Vertrag ab, der zwischen Ihnen und dem Makler gilt. Was Sie beachten sollten, wenn Sie zum Immobilienverkauf einen Maklervertrag aufsetzen möchten, und welche Arten von Verträgen es gibt, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Immobilienverkauf: Welcher Maklervertrag ist am besten?

Möchten Sie für Ihren Immobilienverkauf einen Maklervertrag mit einem professionellen Immobilienmakler abschließen, haben Sie die Wahl zwischen drei verschiedenen Vertragsarten. Je nachdem, wie schnell Sie Ihre Immobilie oder Ihr Grundstück verkaufen möchten und wie viel Arbeit Sie selbst investieren möchten, entscheiden Sie sich für einen der Aufträge.

einfacher Auftrag einfacher Alleinauftrag qualifizierter Alleinauftrag
  • Der Makler kann das Objekt anbieten, ist aber nicht dazu verpflichtet.
  • Als Verkäufer können Sie die Immobilie parallel auch selbst anbieten.
  • Makler mit einem einfachen Auftrag arbeiten häufig weniger engagiert, da die Wahrscheinlichkeit der Entlohnung für die Bemühungen eher niedrig ist.
  • Der Makler verpflichtet sich, das Objekt zum Verkauf anzubieten.
  • Sie als Verkäufer verpflichten sich, keine weiteren Makler zu beauftragen. Privat dürfen Sie das Objekt jedoch anbieten.
  • Verkaufen Sie Ihre Immobilie privat, hat der Makler keinen Provisionsanspruch.
  • Der Makler ist der alleinige Anbieter der Immobilie, er erhält im Verkaufsfall immer eine Provision.
  • Sie als Verkäufer leiten alle Interessenten an den Makler weiter.
  • Verkaufen Sie das Objekt auf anderem Weg, hat der Makler Anspruch auf Schadensersatz.
  • Mit dem qualifizierten Alleinauftrag bemüht sich ein Makler besonders um den Verkauf. Profi-Makler arbeiten in der Regel ausschließlich mit einem qualifizierten Alleinauftrag.

Immobilienverkauf nach Ablauf des Maklervertrags: Besteht Provisionsanspruch?

Immer wieder kommt die Frage auf, ob ein Makler bei einem Immobilienverkauf nach Ablauf des Maklervertrags Anspruch auf eine Provisionszahlung hat. Nicht immer ist diese Frage leicht zu beantworten. Grundsätzlich besteht die Frage nach der Ursächlichkeit der Maklertätigkeit: War der Immobilienmakler ursächlich dafür, dass der Verkauf zustande kam? Der Gesetzgeber unterscheidet hier zwischen der Vertragsvermittlung und dem Nachweis einer Gelegenheit zum Kaufvertrag.

Maklergespräch

Der Nachweis einer Gelegenheit zum Kaufvertrag ergibt sich, wenn der Makler seinem Kunden (also dem Verkäufer, Käufer oder beiden) die Informationen liefert, mit denen beide die Verkaufsverhandlungen beginnen können. Die Informationen beinhalten in der Regel konkrete Angaben zur Immobilie, den Namen des Verkäufers oder des Interessenten sowie die entsprechenden Kontaktdaten.

Möglicherweise haben Sie als Käufer einen Makler mit dem Grundstücks- oder Immobilienverkauf mit einem Maklervertrag beauftragt. Der Vertrag wird oft befristet abgeschlossen oder kann bei Nichterfolg zu einer bestimmten Frist gekündigt werden. Entsteht nach der Aufhebung des Maklervertrags ein Kaufvertrag zwischen Ihnen und einem Käufer auf Grundlage der Bemühungen des Maklers, hat dieser weiterhin einen Provisionsanspruch. Durch diese Regelung wird verhindert, dass der Immobilienmakler Verkäufer und Interessenten miteinander bekanntmacht, der Maklervertrag daraufhin aber gekündigt wird und die beiden Parteien einen Vertrag abschließen, ohne eine Provision zahlen zu müssen. Die Verjährungsfrist des Provisionsanspruchs beträgt drei Jahre ab der Entstehung des Anspruchs.

Immobilienverkauf mit Maklervertrag – wie hoch ist die Provision?

Die Kosten, die der Makler für seine Tätigkeiten erhebt, die Courtage, ist grundsätzlich frei verhandelbar. Bei Ihrem Immobilienverkauf mit Maklervertrag ist verständlich, dass Sie die Kosten so gering wie möglich halten möchten. Ein Immobilienverkauf bringt schließlich noch weitere Kosten mit sich. Ein guter Makler lässt sich jedoch auch entsprechend bezahlen. Dafür erhalten Sie eine umfassende Begleitung beim Verkauf – und womöglich einen schnelleren Verkauf zu einem höheren Preis als ohne Immobilienmakler.

Sie können sich bei der Wahl eines Immobilienmaklers an den marktüblichen Provisionen orientieren, die für die Bundesländer unterschiedlich ausfallen.

Für den Immobilienverkauf mit Maklervertrag vorbereitet sein

Sobald Sie mit einem Immobilienmakler in Kontakt treten, um Ihren Immobilienverkauf mit einem Maklervertrag abzuwickeln, sollten Sie einige Unterlagen eingeholt haben, die für den Verkauf benötigt werden. Wir bieten Ihnen eine Übersicht zu Dokumenten, die Sie für einen Hausverkauf benötigen:

Unterlagen Woher? Kosten
Grundbuchauszug Grundbuchamt 10 Euro (beglaubigt 20 Euro)
Lageplan mit Flurkartenauszug Katasteramt Je nach Größe 15 Euro bis 60 Euro
Baupläne und Baubeschreibung Bauordnungsamt die Kosten für eine Kopie richten sich nach der Gebührenordnung des jeweiligen Bundeslandes
Berechnung von Wohnfläche, Nutzfläche und Umbautem Raum Bauordnungsamt 160 Euro bis 250 Euro bei Neuberechnung
Auszug Baulastenverzeichnis Vermessungs- und Katasteramt 15 Euro bis 50 Euro, abhängig von der Verwaltungsgebührenordnung des Landes
Energieausweis Zugelassene Aussteller 80 Euro bis 500 Euro

Die Gebühren und Orte der Antragstellung für die Beantragung diverser Unterlagen können je nach Stadt oder Kreis variieren. Im Zweifelsfalls wenden Sie sich an das Bürgerbüro Ihrer Stadt, das Sie an entsprechende Stellen verweisen kann.

Nach dem erfolgreichen Verkauf sind außerdem folgende Unterlagen für den Käufer wichtig:

  • Versicherungsurkunden für das Haus
  • Gebrauchsanleitungen für Geräte und Heizungen
  • Garantieurkunden
  • Wartungsverträge
  • aktuelle Abrechnungen der Heiz- und Nebenkosten
  • Prüfprotokoll für Heizung und Schornstein
  • Aufstellung über Instandhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen, Handwerkerrechnungen

Aktuelle Entwicklungen zur Maklerprovision

Im Jahr 2015 wurde bundesweit das sogenannte „Bestellerprinzip“ bei Vermietungen eingeführt, das besagt, dass derjenige den Makler bezahlt, der ihn beauftragt. Da dies in der Regel der Vermieter übernimmt, sollen Mieter auf diese Weise entlastet werden. Aktuell (Stand August 2018) wird im Bundestag diskutiert, ob das Prinzip zukünftig auch beim Hausverkauf zum Tragen kommt. Wer als Verkäufer einen Makler beauftragt, müsste demnach die komplette Provision tragen. Wir halten Sie zu aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich auf dem Laufenden.

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