Vertrag für den Immobilienverkauf 2019-05-28T13:41:39+02:00

Vertrag für den Immobilienverkauf

Es ist der letzte Schritt vor dem endgültigen Verkauf: Verkäufer und neuer Besitzer unterschreiben den Kaufvertrag. Worauf bei der Vertragserstellung zu achten ist, welche Informationen enthalten sein müssen und wie ein Wohnungskaufvertrag gestaltet ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Ausgestaltung des Kaufvertrags:

  • Obwohl ein Immobilienkaufvertrag ein Standardvertrag ist, hat jeder Verkauf und jedes Objekt seine Eigenheiten. Diese sollten beim Aufsetzen des Vertrags berücksichtigt werden.
  • Jeder Immobilienhandel muss notariell beglaubigt werden – zum Schutz von Käufer und Verkäufer. Hierbei sollten die anfallenden Kosten (in der Regel für den Käufer) nicht außer Acht gelassen werden.
  • Beim Verkauf einer Wohnung sind im Vertrag andere Einzelheiten zu beachten als beim Hausverkauf. So sollten hier beispielsweise Nutzungsrechte des Gemeinschaftseigentums festgehalten werden.
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Kein Kaufvertrag ohne Notar

Gemäß §311b des BGB muss ein Immobilienkaufvertrag immer notariell beglaubigt werden. Der Einsatz des Notars dient dabei zum Schutze von Käufer und Verkäufer. Der unabhängige Jurist klärt beide Parteien über alle Risiken und Vereinbarungen auf. So können Sie auch als unerfahrener Verkäufer sicher sein, dass Sie nichts unterschreiben, was vielleicht ohne Ihr Wissen zu Ihrem Nachteil ist. Der Notar arbeitet den Vertrag nach einem Vorgespräch aller Parteien aus und lässt ihn Käufer und Verkäufer mindestens zwei Wochen vor dem Beurkundungstermin zukommen. So haben beide Parteien Zeit, den Vertragsentwurf eingehend zu prüfen.

Tipp: Hilfe vom Profi

Für Laien sind die verschiedenen Vertragsklauseln oftmals nicht in allen Einzelheiten nachvollziehbar. Deshalb ist es ratsam, die Prüfung des Vertrags von einem Fachmann durchführen zu lassen. Haben Sie einen Makler mit dem Verkauf der Immobilie beauftragt, wird er mit Ihnen gemeinsam die Details aufschlüsseln und Ihnen alle Fragen beantworten.

Was gehört alles in den Kaufvertrag?

Die individuelle Ausgestaltung des Immobilienkaufvertrags hängt natürlich stark vom jeweiligen Geschäft ab. Die Anzahl an möglichen Zusatzvereinbarungen ist groß. Einige Bestandteile und Informationen sind jedoch für einen rechtssicheren und fairen Kaufvertrag unverzichtbar. Neben der exakten Lage und Anschrift oder Wohnungsnummer gehören dazu die folgenden Daten:

  • Daten der Beteiligten: Korrekte und vollständige Namen von Käufer und Verkäufer
  • Grundbuchstand und Sachstand: Grundbuchauszug mit Grundstücks- und Baubeschreibung sowie eingetragenen Grundschulden und Grundpfandrechten
  • Veräußerung: Vereinbarungen zum Verkauf von Inventar wie Möbeln oder Bodenbeläge
  • Kaufpreis und Regelungen: Höhe des Kaufpreises, Bankverbindung des Empfängers, Zahlungsplan, eventuelle Nutzungsrechte
  • Käufer- und Verkäuferschutz: Reservierung der Immobilie für den Kunden durch Vormerkung im Grundbuch (Käuferschutz), tatsächliche Umschreibung erfolgt erst nach vollständiger Zahlung (Verkäuferschutz)
  • Übergangsdaten: Zeitpunkt der Besitzübergabe (unabhängig von der Grundbuchumschreibung)
  • Zustand und Mängel: Angabe aller Mängel, Altlasten, Belastungen und Beschränkungen
  • Gewährleistungsansprüche: Vereinbarungen rund um zukünftig anfallende Reparaturen und Nachbesserungen versteckter Mängel
  • Genehmigungen und Bevollmächtigungen: Ausstehende Genehmigungen (beispielsweise von Verwalter oder Vormund) sowie die Bevollmächtigung für den Notar
  • Kostenregelung: Übernahme der Kosten für Notar und Grundbuchamt

Die Kosten für den Einsatz des Notars trägt im Normalfall der Käufer. Die Gebühren betragen im Schnitt 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises.

Wohnung verkaufen: Der Kaufvertrag mit einem Extra

Wenn Sie kein ganzes Haus oder nur ein Grundstück, sondern eine Wohnung verkaufen möchten, muss dem Kaufvertrag noch ein weiteres Dokument beigelegt werden: die Teilungserklärung. Diese ist nötig, da der Käufer Teil einer Eigentümergemeinschaft wird und somit nicht nur die Wohnung an sich, sondern auch zusätzliche Rechte und Pflichten erwirbt. In der Teilungserklärung werden alle wichtigen Details rund um das Kaufobjekt und die Nutzung festgehalten:

• Größe und Lage der Wohnung innerhalb des Wohngebäudes
• Nutzungsrechte an Gemeinschaftseigentum wie Treppenhäuser, Fahrstühle oder Garten
• Regelungen zu Sondernutzungsrechten und weiterem Sondereigentum wie Kellerraum, Dachboden, Balkon oder Parkplatz
• Optional: Gemeinschaftsordnung
• Aufteilung der Nebenkosten

Schon vor dem Immobilienverkauf Fragen um den Vertrag klären

Ein Immobilienkaufvertrag mag zwar komplex wirken, für einen routinierten Notar ist solch ein Geschäft jedoch Alltag. Stellen Sie im Vorgespräch alle Fragen und scheuen Sie sich auch nicht, während der Vertragsverlesung nachzuhaken, wenn Ihnen bestimmte Dinge nicht klar sind. Auch ein Makler, der Sie beim Verkauf begleitet, kann Ihre Fragen rund um den Vertrag vor der Unterzeichnung beantworten – schließlich kennt er Ihr Objekt und seine Besonderheiten ganz genau.

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