Haus an Bank verkaufen 2019-05-27T16:58:20+00:00

Haus verkaufen an die Bank

In der Regel können mit einem Immobilienverkauf an die Bank zwei Verfahren gemeint sein: Entweder die Abtretung des Hauses bei Zahlungsunfähigkeit oder eine sogenannte Verrentung der Immobilie im Rahmen einer Umkehrhypothek. In diesem Artikel erfahren Sie, wie diese beiden Optionen funktionieren und wie Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung an die Bank „verkaufen“ können.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein klassischer „Verkauf“ einer Immobilie an die Bank ist nicht möglich.
  • Mit einer Umkehrhypothek lässt sich im Einzelfall die Rente aufbessern.
  • Mithilfe eines Maklers kann die Immobilie meist gewinnbringender verkauft werden.
  • Bei Zahlungsschwierigkeiten „kassiert“ die Bank im schlimmsten Fall die Immobilie.
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Ist es möglich, mein Haus an die Bank zu verkaufen?

Die Antwort darauf lautet klar: Nein. Eigentümer können weder ihre Wohnung an die Bank verkaufen, noch ihr Haus auf diese Weise veräußern. Im eigentlichen Sinne kaufen Banken also keine Immobilien, auch wenn dieser Eindruck in manchen Situationen entstehen kann.

Geraten Eigentümer in Zahlungsnot, ist zum Beispiel manchmal davon die Rede, ein Haus „an die Bank verloren“ zu haben. Auch eine Umkehrhypothek ähnelt einem Immobilienverkauf an die Bank, ist im eigentlichen Sinne aber etwas anderes.
Eingang zur Bank

Kann ich meine Wohnung an die Bank verkaufen?

Auch in diesem Fall muss die Antwort „Nein“ lauten. Für Eigentumswohnungen gilt ebenfalls: Entweder findet eine Verrentung der Immobilie statt, oder es kommt im Zuge von Zahlungsschwierigkeiten zu einer Zwangsversteigerung.

Umkehrhypothek – mit der Immobilie die Rente aufbessern

Die Umkehrhypothek ist eine Form der Immobilienrente und wird auch Rückwärts-Hypothek genannt. Streng genommen handelt es sich bei diesem Verfahren nicht um einen Immobilienverkauf an die Bank, weist aber gewisse Ähnlichkeiten auf. In den USA ist das Modell schon länger verbreitet, in Deutschland wird es bisher nur von wenigen Bankinstituten angeboten und ist noch relativ unbekannt.

Einfamilienhaus mit Garten

Und so funktioniert es: Das schuldenfreie Haus wird beliehen und die Eigentümer erhalten einen zins- und tilgungsfreien Kredit ihrer Bank. Das Darlehen wird erst dann fällig, wenn die Eigentümer der Immobilie versterben. Ihr Geld erhält die kreditgebende Bank dann durch den Verkaufserlös des Objekts zurück.

Umkehrhypotheken sind für Banken mit gewissen Risiken verbunden, weshalb hohe Sicherheitsabschläge angesetzt werden. Der Auszahlungsbetrag fällt für die Eigentümer dann oft vergleichsweise niedrig aus. Außerdem ist die Immobilie nach dem Tod der Eigentümer belastet, Erben müssten sie also entsprechend „freikaufen“. Da sich diese Form der Immobilienrente nur für wenige Eigentümer wirklich lohnt, ist es meist ratsamer, die Immobilie mithilfe eines Maklers gewinnbringend zu verkaufen und in eine altersgerechte Wohnung zu investieren.

Das Prinzip erscheint reizvoll, um eine geringe Rente aufzubessern, doch ist es mit strengen Vorgaben verbunden:

  • Das Haus muss in der Regel mindestens 250.000 Euro wert sein.
  • Es dürfen keine Schulden auf der Immobilie lasten.
  • Das Haus muss gut erhalten sein und in einer exzellenten Lage stehen.
  • Die Eigentümer müssen zwischen 65 und 80 Jahre alt sein.

Haus an Bank abgeben – Schuldenfalle Baufinanzierung

Das Haus an die Bank zu verkaufen, wenn die Baufinanzierung nicht mehr bedient werden kann, ist leider ebenfalls nicht einfach möglich. Können Raten nicht mehr gezahlt werden, droht in letzter Instanz meist die Zwangsversteigerung. Auch in diesem Fall werden Wohnung oder Haus also nicht direkt an die Bank verkauft.

Das Recht zur Zwangsversteigerung erhält die kreditgebende Bank durch einen entsprechenden Eintrag einer Grundschuld im Grundbuch. Im Falle eines Zahlungsausfalls erhält sie so den Erlös aus dem Verkauf oder der Zwangsversteigerung der Immobilie.

Geldscheine für Preis für Grundstück im Naturschutzgebiet

Banken zögern nicht, wenn es um die Vollstreckung einer Zwangsversteigerung geht. Ein solches Prozedere sollten Sie immer vermeiden! Bei Zahlungsschwierigkeiten empfiehlt es sich zunächst, ein offenes Gespräch mit der kreditgebenden Bank zu suchen. Bei einer frühzeitigen Kontaktaufnahme sind Banken oft zu einem Entgegenkommen bereit.

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