Bauernhaus verkaufen 2019-06-07T15:47:00+02:00

Bauernhaus verkaufen

Ein Bauernhaus ist ein Liebhaberstück – und deshalb nicht unbedingt leicht zu verkaufen. Was Sie beim Verkauf eines Bauernhauses beachten sollten, verrät dieser Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bauernhäuser sind zumeist etwas älter. Eine genaue Prüfung der Bausubstanz und Haustechnik ist unverzichtbar, um den Wert des Hauses zu bestimmen und einen passenden Käufer zu finden.
  • Nicht nur das Bauernhaus selbst, auch Grundstück und Lage können gute Verkaufsargumente sein.
  • Stellen Sie sicher, dass keine Ansprüche Dritter oder finanzielle Belastungen des Bauernhauses vorliegen. Ein Grundbuchauszug gibt hier Gewissheit.
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Wie lassen sich Bauernhäuser am besten verkaufen?

Bei Bauernhäusern und -höfen handelt es sich meistens um alte bis sehr alte Häuser. Die Nachteile gegenüber einem Neubau liegen auf der Hand: Bausubstanz und Haustechnik sind selten auf den neuesten Stand, sodass der ein neuer Eigentümer häufig mit größeren Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen konfrontiert ist.

Doch gleichzeitig bieten großzügige Bauernhäuser auch enormen Spielraum – wer also etwas Zeit und Energie in sein Traumhaus investieren möchte und kann, für den bietet ein Bauernhaus die ideale Ausgangslage. Um den passenden Käufer für Ihr Bauernhaus zu finden, gilt es also, die Vorzüge und das Potenzial des Objekts hervorzuheben. Zudem gilt: Je sicherer Sie den Zustand der Immobilie dokumentieren können, desto eher lässt sich ein altes Bauernhaus verkaufen.

Bauernhaus verkaufen

Bausubstanz vor dem Verkauf des Bauernhauses prüfen

Die Bausubstanz hat Einfluss auf den Wert einer Immobilie.

Um die Verkaufschancen zu erhöhen, sollten Sie so viele Informationen über das Bauernhaus sammeln wie möglich. In der Regel lässt sich nur so ein passender Interessent finden. Besonders wichtig ist die Prüfung der Bausubstanz. Am besten lassen Sie dazu ein professionelles Baugutachten erstellen.

Folgenden Aspekte sollten bei einer Bausubstanz berücksichtigt werden:

  • Alter des Gebäudes: Wann wurde das Haus gebaut? Steht es eventuell unter Denkmalschutz? In diesem Fall ist ein Großteil der üblichen Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen genehmigungspflichtig.
  • Fassade: In welchem Zustand befindet sich die Außenfassade? Sind Schönheitsreparaturen nötig?
  • Dach: Wie ist das Dach gebaut? Prüfen Sie, ob Reparaturen (Dämmung, Dachbalken, Deckung, Regenrinne) nötig sind und ob ein eventueller Ausbau des Dachgeschosses möglich ist.
  • Schallschutz und Dämmung: Entsprechen Lärm- und Wärmedämmung den aktuellen Standards? Eine Sanierung kann hier schnell kostspielig werden.
  • Innenwände: Sind die Wände im Originalzustand (Holzbalken, Kacheln) und können erhalten werden? Der besondere Stil macht oftmals den einzigartigen Charme des Bauernhauses aus.
  • Böden, Decken, Türen und Fenster: Sind diese Bestandteile des Bauernhauses in einem guten Zustand? Oder müssen sie möglichst bald renoviert oder ausgetauscht werden?

Mit einer intakten Haustechnik lassen sich Bauernhäuser einfacher verkaufen

Neben diesen oftmals offensichtlichen Mängeln in der Bausubstanz wird ein potenzieller Käufer vor allem auch Interesse an den inneren Werten des Bauernhauses zeigen.

Prüfen Sie deshalb unbedingt den Zustand von:

  • Elektroinstallationen
  • Heizung
  • Wasserversorgung
  • Anschlussmöglichkeiten in Badezimmer und Küche

Alle Mängel sollten Sie offen und ehrlich kommunizieren. Wenn Sie als Verkäufer wissentlich einen Mangel verschweigen, der später vom neuen Besitzer entdeckt wird, kann der Kaufvertrag rückabgewickelt werden – und Ihre Suche nach Interessenten geht von vorne los.

Grundstück und Lage des Bauernhauses

Neben Zustand und Optik des Bauernhauses können beim Verkauf auch das dazugehörige Grundstück und die Lage entscheidend sein. Wenn Sie eine Anzeige für den Verkauf des Bauernhauses schalten, legen Sie den Fokus auf diese Aspekte. Fragen Sie sich, was einen Interessenten überzeugen könnte, sich Ihr Objekt genauer anzusehen.

  • Lage der Immobilie: Zentral oder eher abgelegen? Gibt es eine Anbindung an den Nahverkehr? Wie sieht es mit der sonstigen Infrastruktur aus? Welche Bebauungspläne gibt es für die Gegend?
  • Grundstück: Wie groß ist das Grundstück? Gehören eventuell noch große Felder dazu? Gibt es einen Nutz- oder einen Ziergarten?

Unterlagen für den Verkauf eines Bauernhauses

Gerade bei geerbten oder geschenkten Immobilien ist häufig nicht die gesamte Historie des Gebäudes bekannt. Hier kann ein Blick in das Grundbuch hilfreich sein. Dort sollten alle Gebäude und Anbauten, die sich auf dem Grundstück befinden, vermerkt sein. Ist das nicht der Fall, kann es sich um nicht genehmigte Baumaßnahmen handeln, für die auch der neue Eigentümer zur Verantwortung gezogen werden kann. Sämtliche Genehmigungen, Ansprüche Dritter oder finanzielle Belastungen wie Hypotheken oder Grundschuld sollten vor der Käufersuche gesammelt und geklärt werden.

Neben dem Grundbuchauszug werden auch weitere Unterlagen zum Verkauf des Bauernhauses benötigt. Diese können Sie bei den zuständigen Stellen anfordern.

Dokument Bezugsquelle Kosten
Grundbuchauszug Grundbuchamt 10 Euro
Lageplan mit Flurkartenauszug Katasteramt 15 bis 60 Euro
Baupläne Bauordnungsamt und Architekt keine
Baulastenverzeichnisauszug Vermessungs-und Katasteramt Je nach Gebührenverordnung der Gemeinde
Energieausweis Sachverständiger Zwischen 50 und 500 Euro

Kosten und Steuern beim Verkauf eines Bauernhauses

Für den Verkauf eines Bauernhauses gelten die gleichen Regeln wie beim Verkauf jeder anderen Immobilie. Das bedeutet: Je nach Zeitpunkt des Verkaufs kann die Spekulationssteuer auf den Gewinn fällig werden. Wenn Sie das Bauernhaus nach weniger als 10 Jahren weiterverkaufen oder die letzten zwei Jahre vor dem Verkauf so wie im Verkaufsjahr selbst nicht darin gewohnt haben, gilt die Immobilie als Spekulationsobjekt – und Sie müssen den Gewinn extra versteuern. Wie hoch die Steuer ausfällt, hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz ab.

Beispielrechnung für die Spekulationssteuer

Posten Höhe
Verkaufspreis Bauernhaus 220.000 Euro
Anschaffungspreis 200.000 Euro
Zu versteuernder Gewinn 20.000 Euro
Persönlicher Steuersatz 40%
Zu zahlende Spekulationssteuer 8.000 Euro
Bei einem Hausverkauf fallen i.d.R. Kosten an.

Beim Immobilienverkauf fallen verschiedene Kosten an, die für Verkäufer nicht immer gleich sichtbar sind. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht, welche Kosten beim Hausverkauf konkret entstehen. So können Kostenfallen vermieden werden. Weiterlesen…

Bauernhaus mit Makler verkaufen

Ein qualifizierter Makler, der sich mit alten Bauernhäusern auskennt, kann Sie nicht nur bei der Suche nach einem passenden Interessenten unterstützen.

Ein Immobilienmakler kann Sie optimal beim Verkauf Ihrer Immobilie unterstützen.

Er hilft Ihnen auch bei der Bewertung des Bauernhauses, den Behördengängen und der Beschaffung aller wichtigen Dokumente und Unterlagen. So können Sie sicher sein, dass Sie nichts Wichtiges übersehen und Ihr Bauernhaus zum besten Preis verkaufen können – ohne böse Überraschungen.

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